Hilfe! Homeschooling und Homeoffice unter einem Dach

Es rappelt in der Kiste

Schule, Kindergarten, Büro und Spielplatz unter einem Dach. Seit Wochen. Kein Wunder, dass es hin und wieder ordentlich in der Kiste rappelt, wenn wir alle permanent aufeinandersitzen.

Schnell geraten wir in eine Dauerschleife aus Vorwürfen, Gereiztheit und Überforderung. Die Tatsache, dass bis dato niemand konkret sagen kann, wann ein Ende der häuslichen Quarantäne durch das Corona-Virus abzusehen ist, macht das Durchhalten und bei Laune bleiben noch schwerer. Für uns. Und natürlich für unsere Kinder. Damit es ihnen und uns gutgeht, müssen Lösungen her, wie wir Stress effizient abbauen und neue Energie tanken können. Alleine ebenso, wie in der Familie.

Wir brauchen Mechanismen, um Stress wirkungsvoll abzubauen

Um Ohnmacht, Wut und den daraus resultierenden Stress gar nicht erst anschwellen zu lassen, ist es wichtig, kleine, aber wirkungsvolle Routinen in unseren Alltag einzubauen, durch die wir rechtzeitig Dampf ablassen können. Und wenn es doch mal zu Streit und Diskussionen kommt? Dann schützen uns ein paar grundlegende Regeln davor, uns nicht zu sehr anzugreifen. Wir haben unsere drei besten Tipps für Familien zusammengestellt.

1. Ich muss hier mal raus! Wenn Ihnen dieser Gedanke in den Sinn kommt, suchen Sie nach Möglichkeiten, ihn umzusetzen. Egal wie kurz. Denn Abstand zu einer aufreibenden Situation zu bekommen, hilft uns nachweislich, sie mit mehr Distanz betrachten zu können. Anschließende Gespräche laufen oft ruhiger und friedlicher ab. Und auch eine Pause in den gewohnten, immer wiederkehrenden Abläufen, die wir aktuell im Familienverband intensiver als sonst teilen, tut hin und wieder einfach gut. 

Denn Abstand zu einer aufreibenden Situation zu bekommen, hilft uns nachweislich, sie mit mehr Distanz betrachten zu können.

Tägliche Bewegungsroutinen alleine oder mit den Kindern helfen allen, entspannter miteinander umzugehen. Eine schnelle Runde um den Block ist nicht möglich? Vielleicht sprechen Sie die Online-Angebote an, die aktuell von einigen Yoga- oder Fitness-Portalen zur Verfügung gestellt werden. Zahlreiche darunter auch für die Dauer der häuslichen Quarantäne kostenfrei. Gemeinsam runterkommen können Sie zudem durch Yoga schon für die Allerkleinsten. Monatliche Anregungen dazu finden Sie in unserer Kinderzeitschrift Olli und Molli Kindergarten oder auch in unserem kostenlosen Downloadpaket Yoga für Kinder.

2. Raum für mich. Raum für Dich. Raum für uns. Jeder braucht Raum für sich, egal wie alt, egal in welcher Situation. Weil wir in diesem Raum wieder uns selbst spüren, Verbindung zu unserem Leben, unseren Gefühlen und unseren Werten aufnehmen und dadurch Belastungen nachhaltig abbauen können. Nur – der Raum, den jeder in der Familie für sich alleine zur Verfügung hat, war noch nie geringer, als jetzt.

Was also tun? Zeitzonen im gemeinsamen Kinderzimmer können ebenso helfen, wie eine heiße Dusche ohne Störungen oder ein paar Seiten ungestörtes Lesen. Apropos lesen: es gibt wenige Beschäftigungen, die uns so leicht abtauchen lassen, wie eine gute Story, ein spannendes Buch oder eine inspirierende Zeitschrift. Da gehen nämlich nicht nur Räume auf, sondern ganze Welten. Wie wäre es also mit einer täglichen Leseroutine für Sie alle? Und seien es nur 15 Minuten. Wer weiß? Vielleicht etablieren Sie damit eine Routine, die sie alle nach der Corona-Zeit beibehalten wollen? Weil das Lesen Ihnen eine solche Freude bereitet. Und Ihre Kinder ganz nebenbei stark für die Zukunft macht.

Jeder braucht Raum für sich, egal wie alt, egal in welcher Situation.

3. Sag es einfach! Nichts löst Anspannung besser, als die Dinge beim Namen zu nennen. Idealer Weise, noch ehe die Stimmung am Kippen ist. Wir empfehlen Ihnen daher, konsequent auszusprechen, was Ihnen Kopfzerbrechen bereitet und auch den Rest der Familie dazu zu ermuntern.

Eine gesunde Streitkultur ist ein wunderbares Werkzeug für ein selbstbestimmtes, zufriedenes Leben. Ihre Kinder lernen, dass ihre Gefühle okay sind und sie sagen dürfen, was in ihnen vorgeht. Außerdem fühlen sie sich gleichwertig, wenn sie erleben, dass Sie ihnen wirklich zuhören und sie ihren Standpunkt in ihren eigenen kindlichen Worten vortragen dürfen. Wir wissen, wie schwer das gerade in diesen Wochen ist. Durchhalten lohnt sich aber! Denn gerade jetzt fühlen wir alle intensiver als sonst, die Nachrichten wirken noch ein wenig bedrohlicher und all das muss verarbeitet werden.

Am schönsten wäre es doch, dies in der Familie geschehen zu lassen. Was meinen Sie? Wir wünschen Ihnen starke Nerven, frohen Mut und trotz aller Herausforderungen viele schöne Momente in der Familie!

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