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Tipps für mehr Gelassenheit im Homeschooling

Wie Lernen, Arbeiten und Leben in den eigenen vier Wänden gelingt

Eltern haben gerade eine gigantische Last zu tragen: zu Hause arbeiten, die Kinder im Homeschooling bei Laune halten und den Familienalltag gestalten. Um all das zu bewältigen, braucht es gute Strategien.
Besonders Familien stehen gerade vor großen Herausforderungen: Die eigenen vier Wände werden zum Arbeits-, Lern- und Lebensraum, in dem alle ununterbrochen zusammen sind. Viele Eltern und Kinder fühlen sich müde und überfordert. Wie kann es gelingen, trotzdem gut durch den Alltag zu kommen? Gemeinsam mit Familienberater Christian Keller haben wir 5 Tipps für ein harmonisches Miteinander gesammelt.

Homeschooling: So klappt’s!

1. Organisation schafft Sicherheit
Ein strukturierter Alltag mit festen Abläufen schenkt gerade in Zeiten großer Unsicherheit ein Stück Verlässlichkeit. Zum Beispiel durch einen Kalender, in den jedes Familienmitglied seine Termine in einer eigenen Farbe einträgt. Er ist schnell gemacht und bewahrt Sie davor, inmitten von Fernunterricht, Homeoffice, Haushalt und Familienleben den Überblick zu verlieren.

Ein strukturierter Alltag mit festen Abläufen schenkt gerade in Zeiten großer Unsicherheit ein Stück Verlässlichkeit.

„Ihren Kindern können Sie im Homeschooling außerdem bei der Organisation helfen, indem Sie beispielsweise die Arbeitsblätter für den nächsten Tag ausdrucken, einen ruhigen Arbeitsbereich schaffen und alle notwendigen Materialien zur Verfügung stellen“, rät Christian Keller. Er arbeitet als Berater beim pme-Familienservice.

2. Sorgen Sie gut für sich selbst
Außerdem ist es wichtig, dass auch Eltern ihre eigenen Bedürfnisse erfüllen. Wenn es Ihnen gut geht und Sie weitgehend entspannt sind, dann können Sie auch besser auf gestresste, verängstigte oder frustrierte Kinder eingehen. Sind Sie hingegen vollkommen ausgepowert, hat niemand etwas davon. „Gönnen Sie sich zum Beispiel zwischendurch einen Kaffee, eine halbe Stunde Yoga oder was Ihnen sonst guttut“, sagt Familien-Experte Christian Keller. Nehmen Sie sich also bewusst für sich selbst Zeit, um Kraft und neue Energie zu tanken.
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3. Kommunikation auf Augenhöhe macht den Unterschied

Es ist so simpel wie wahr: Miteinander reden und einander zuhören erleichtert das Leben ungemein. Das gilt nicht nur für den Austausch unter Erwachsenen. Auch Kinder spüren intuitiv, ob sie im Gespräch ernst genommen werden. Sie kooperieren ganz anders, wenn man ihnen auf Augenhöhe begegnet.

„Erklären Sie Ihrem Nachwuchs, dass gewisse Zeitfenster für die Arbeit reserviert sind und erarbeiten Sie zum Beispiel gemeinsam ein Ampelsystem“, empfiehlt Christian Keller. „Steht die Ampel an der Tür auf Grün bedeutet das: Du darfst gerne hereinkommen. Steht Sie auf Orange, heißt es: Bitte nur stören, wenn es wichtig ist. Die Ampel ist Rot? Das zeigt: Ich habe gerade keine Zeit. Bitte warte kurz.“

Homeschooling Tipp
4. Befreien Sie sich von Perfektion
Ganz klar: Als Eltern werden Sie gerade viel stärker belastet als sonst. Deshalb appelliert der Experte Christian Keller: „Machen Sie sich klar: Ich muss gerade nicht alles perfekt machen! Sie können nicht zu hundert Prozent eine Lehrkraft ersetzten, immer für Ihre Kinder ansprechbar sein und auch noch den Haushalt perfekt schmeißen“, so Keller. Versuchen Sie nicht, in allen Lebenslagen vollkommen zu sein. Authentische Eltern sind glaubwürdiger und schenken schon allein deshalb mehr Sicherheit und Stabilität als gestresste Alleskönner. Seien Sie in dieser ungewöhnlichen Zeit nachsichtig mit sich selbst.

Machen Sie sich klar: Ich muss gerade nicht alles perfekt machen

Das gilt auch im Job: „Viele Arbeitgeber*innen haben mehr Verständnis für die Situation ihrer Angestellten, als man erwartet“, weiß Christian Keller. Deshalb empfiehlt der Familienberater, offen mit Vorgesetzten zu sprechen und Erwartungen abzugleichen: „Möglicherweise verlangt Ihre Führungskraft ja gar nicht, dass sie den ganzen Tag vor dem PC sitzen, aber Sie dachten das bisher.“ Tauschen sie sich auch mit Ihren Kolleg*innen aus. Es macht Mut zu sehen, dass andere Familien den gleichen Herausforderungen gegenüberstehen und vielleicht können Sie das ein oder andere voneinander lernen.
5. Verlieren Sie den Blick für das Gute nicht

So schwer die Situation für jeden einzelnen auch ist: Vielleicht versteckt sich ja doch irgendwo etwas Gutes darin? Sie können morgens 15 Minuten länger im Bett bleiben, müssen nicht noch kurz den Turnbeutel von vergangener Woche suchen und hetzen nicht nach dem Büro zum Auto, um pünktlich vor dem Kindergarten zu stehen. Sie sind viel näher dran an Ihrem Nachwuchs und werden wahrscheinlich nie mehr so viel Zeit am Stück gemeinsam verbringen wie in diesen Monaten. Machen Sie sich aktiv bewusst, dass diese schwere Zeit auch ihre guten Seiten hat. „Viele Eltern entdecken jetzt auch positive Eigenschaften an ihren Kindern, die sie bisher gar nicht kannten“, so Christian Keller.

In Zeiten einer Krise mag es seltsam anmuten, an das Positive im Leben zu appellieren. Trotzdem tut gerade in Phasen großer Belastung und Einschränkung hin und wieder ein mutiger Perspektivwechsel gut. Er versöhnt uns ein klein wenig mit der Situation und hilft uns zu lernen, dass aus allem etwas Schönes entstehen kann.

Machen Sie sich aktiv bewusst, dass diese schwere Zeit auch ihre guten Seiten hat.

Weitere positive und Mut machende Momente schenken Rituale am Morgen und am Abend. Sie rahmen den Tag ein und sorgen dafür, dass Sie sich vielleicht in ein paar Jahren sogar mit einem Gefühl innerer Stabilität an diese intensive Zeit erinnern. Denn als Familie haben Sie es geschafft, auch wenn es eine echte Grenzerfahrung war.

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