7 Tipps zur Leseförderung

Tricks für mehr Motivation und Spaß am Lesen

Wie Sie Ihre Schüler zum Lesen motivieren, wissen Sie natürlich am allerbesten. Doch manchmal ist es zum Auswachsen – die Kinder scheinen alles verlernt zu haben oder stehen einfach auf dem Schlauch. Hier 7 Tipps für eine andere Perspektive und für die Leseförderung zu Hause, bei den Eltern:

1. Rätsel aufgeben

Kurze Texte mit einer direkten Handlungsaufforderung – das motiviert viele schwache Leser – manche merken gar nicht, dass sie lesen. Stellen Sie ein Blatt mit Scherzfragen und Rätseln zusammen – zum Beispiel zum Thema Winter. Die Schüler können das Blatt im Unterricht lösen. Zusätzlich sinnvoll als „Hausaufgabe“: Die Kinder sollen die Rätsel ihren Eltern vorlesen und sie damit auf die Probe stellen: Kennen sie die Antworten oder nicht?

  • Schöne Scherzfragen gibt es zum Beispiel hier.
  • Knifflige Rätsel finden Sie hier.
  • Lustige Quizfragen zu spannenden Texten bietet die Reihe Lese-WM des Sailer Verlags. Die Arbeitshefte für Ihren Unterricht können Sie hier bestellen.

2. Rätselkrimi – der Text wird länger

Die nächste Stufe sind lange Rätsel, Rätselkrimis, um genau zu sein. Welches Kind spielt nicht gerne Detektiv? Eine kurze Geschichte mit einer offenen Frage zum Schluss – das motiviert. „Wer war der Dieb?“, „Wo ist der verschwundene Schal?“ – solche Fragen wecken den Kriminalisten im Kind. Und außerdem muss man zum Lösen solcher Aufgaben ganz genau lesen …

  • Tolle, neue Rätselkrimis gibt es jeden Monat in der Kinderzeitschrift Wapiti (ehemals Bimbo). Eine Auswahl von Rätselkrimis aus Wapiti finden Sie hier.

Welches Kind spielt nicht gerne Detektiv?

3. Rechen-Asse aufgepasst!

Manche Ihrer Schüler glänzen in Mathe und stottern beim Lesen? Versuchen Sie es mit Rechenaufgaben in Textform. Die Textaufgaben sprechen das Rechentalent Ihrer Schüler an und motivieren, weil die Rechenaufgabe leicht gelöst werden kann – das Erfolgserlebnis wartet also am Ende des Lesens …

  • Eine Sammlung von Sachaufgaben gibt es hier und hier.
  • Eine neuartige Verbindung von Mathe(krimi) und Leseverständnis bietet die Reihe Mathe-WM des Sailer Verlags. Die Arbeitshefte für Ihren Unterricht können Sie hier bestellen.

4. „Meine Tochter liest einfach nicht!“

Ratlosen Eltern helfen Sie mit diesem Tipp: Kinder lesen, wenn sie etwas interessiert und wenn die Textlänge sie nicht überfordert. Die meisten Mädchen lieben Tiere, Pferde, Hunde, Katzen … Eine Möglichkeit, leseschwache Mädchen zu motivieren, ist zum Beispiel eine altersgerechte Tierzeitschrift. Viele Fotos, kurze und längere Texte, Überschriften und Bildunterschriften geben Leseanlässe und bringen die Kinder zum Schmökern.

  • Von der Stiftung Lesen empfohlen sind die Tierzeitschriften Wapiti (ab 7 Jahren) und Tierfreund (ab 9 Jahren).

5. „Mein Sohn liest einfach nicht!“

Diese Klage verzweifelter Eltern werden Sie wahrscheinlich besonders häufig hören. Fragen Sie die Eltern nach den Interessen ihres Sohnes. Sind es Fußball, Technik, Sport und Stars? Kein Problem, auch für Jungs gibt es passende, gut geschriebene Zeitschriften mit kurzen und längeren Texten. Die Magazine bieten außer Fußball und Stars auch Experimente und spannende Sachthemen:

  • Die Kinderzeitschrift Benni (ab 7 Jahren) und die Kinderzeitschrift Stafette (ab 9 Jahren) werden von der Stiftung Lesen empfohlen!

6. Für Leser ohne Selbstvertrauen: synchrones Lesen

Lesen mit einem Lesepaten: Das ist eine Idee für Kinder, denen Lesen besonders schwer fällt und bei denen die Diagnose LRS naheliegt. Beim „synchronen Lesen“ oder „paired reading“ tun sich ein starker und ein schwacher Leser zusammen – sie lesen gemeinsam laut vor. Der Erwachsene passt sein Tempo an den schwächeren Leser an. Wenn dieser aber an einem Wort hängen bleibt, übernimmt der Erwachsene das Vorlesen. Das Kind kann das Wort mitmurmeln. Diese Art zu lesen ist motivierend, da es immer weitergeht und die Lektüre nicht im Stocken endet.

  • Weitere Infos finden Sie hier.

7. Kreativ werden

Lassen Sie das Ende einer Geschichte zunächst offen. Stellen Sie Fragen zum möglichen Ausgang der Geschichte. So können die Kinder selbst aktiv und kreativ werden.

Nachdem die Kinder ihre eigenen „Enden“ vorgelesen haben, können Sie das Ende der Geschichte ja nachliefern. Mal sehen, wer den besten Schluss gefunden hat …

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