Abo direkt bestellen

 

Tipps und Tricks für gute Aufsätze

Zurück zur Übersicht

Tipps und Tricks für gute Aufsätze

„Und dann kommt der Bus. Und dann gingen ich und Peter ins Schwimmbad. Und dann hat der Hund gebellt.“ – Wie bitte? Na ja, Aufsatzschreiben fällt nicht allen Kindern leicht. Und wie soll man das jetzt bewerten?

Je klarer Sie mit Ihrer Klasse besprechen, worauf die Kinder achten sollen und wie Sie Aufsätze bewerten, umso bessere Ergebnisse sind zu erwarten. Mit eindeutigen Kriterien helfen Sie den Kindern, das „Projekt Aufsatz“ anzugehen.

Ein Aufsatz besteht aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. Oft ist es leichter, eine gelungene Überschrift zu finden, wenn der Aufsatz schon zu Papier gebracht worden ist.

Inhaltlich sollten diese Teile Folgendes bieten:

Überschrift: Sie macht neugierig und steht in enger Beziehung zum Inhalt des Aufsatzes, ohne zu viel zu verraten.

Einleitung: Die Einleitung besteht aus wenigen Sätzen, in denen Personen, Ort und Ausgangssituation beschrieben werden.

Hauptteil: Der ausführliche Hauptteil entwickelt die Geschichte und führt auf einen Höhepunkt hin. Um zu beschreiben, was Personen tun, denken, sagen und fühlen, verwendet das Kind eine lebendige Sprache mit wörtlicher Rede.

Schluss: In wenigen Sätzen wird das Ende der Geschichte erzählt und auf den Punkt gebracht.

Diese sprachlichen Kriterien können in die Bewertung einfließen:

  1. Wortwiederholungen werden vermieden.
  2. Satzanfänge sind unterschiedlich.
  3. Vollständige und richtige Sätze
  4. Gute und zutreffende Wortwahl
  5. Erzählzeit ist einheitlich (am besten Präteritum).
  6. Erzählperspektive einheitlich: Entscheidung für ICH- oder ER-Form

Auf www.grundschul-lehrer.de gibt es Vorschläge für Bewertungsbögen, die an die Schüler zurückgegeben werden können. Abgedeckt werden verschiedene Aufsatz-Bereiche (zum Beispiel Bildergeschichte, Erlebnisbericht, Reizwortgeschichte, Nacherzählung und Personenbeschreibung). Diese Bögen finden Sie hier.

Wenn Sie möchten, erstellen Sie sich auf dieser Grundlage eigene Bewertungsbögen. Für die Notengebung können Sie für jedes einzelne Kriterium eine Punktzahl definieren. Aus den erreichten Punkten setzt sich dann die Note zusammen. Damit wird es einfacher, vergleichbare Aufsatznoten zu vergeben.

Um Ihren Schülern bei der Vorbereitung eines Aufsatzes zu helfen, sind Fragen und Wortfeldübungen besonders geeignet.

Die Fragen: „Wer?“, „Was?“, „Wann?“, „Wo?“ sind für praktisch jeden Aufsatz wichtig – ganz besonders für Bericht und Nacherzählung. Auch bei Bildergeschichten helfen Fragen:

  • Welche verschiedenen Personen sind zu sehen? Was machen sie? Spielen Tiere oder Gegenstände eine Rolle? Welche? Gibt es unterschiedliche Orte oder Tageszeiten? Was fühlen die Personen?

Mit Wortfeldübungen helfen Sie den Kindern, verschiedene Möglichkeiten für Satzanfänge zu entdecken. Oder häufig gebrauchte Verben zu variieren (z.B. sagen). Machen Sie mit den Schülern ein Brainstorming, was man stattdessen „sagen“, „meinen“, „schreien“, „rufen“, „jubeln“, „flüstern“, „seufzen“, „erklären“ … kann.

Jetzt diesen Artikel weiterempfehlen