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Sprachspiele für Wortschatz und Satzbildung

Vermitteln Sie Ihren Schülern die Freude am Fabulieren!

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Sprachspiele

Mit Sprache zu spielen macht Spaß und hilft beim Aufsatzschreiben.

A. Buchstaben-Spiele

1. Antworte ohne a

Schreiben Sie die Vokale an die Tafel: a – e – i – o – u.

In der ersten Fragerunde dürfen die Antworten der Kinder den Vokal a nicht enthalten, in der zweiten Fragerunde nicht den Vokal e und so weiter. Die Kinder stehen im Kreis. Ein Kind steht in der Mitte. Es stellt einem seiner Mitschüler eine beliebige Frage, zum Beispiel „Nenne einen Baum – ohne a“, „Nenne ein Haustier – ohne a“ oder „Nenne ein leckeres Mittagessen – ohne a“. Richtige Antworten wären hier also „Birke“, „Hund“ oder „Nudeln mit Fleischklößchen“. Falsche Antworten sind „Ahorn“, „Katze“ oder „Pizza“. Das Kind in der Mitte stellt seinen Klassenkameraden der Reihe nach so lange Fragen, bis ein Kind falsch antwortet und den verbotenen Vokal – hier also das A – verwendet. Dann kommt dieses Kind in die Mitte und stellt seine Fragen. Doch jetzt jeweils „– ohne e“. In der folgenden Runde „– ohne i“ und so weiter.

2. ABC-Geschichte

Also wirklich, es macht Spaß, sich Satzanfänge in der Reihenfolge des ABCs auszudenken.

Bitte daran denken, dass ein Kind nach dem anderen seinen Satz formuliert und dabei jeweils den nächsten Buchstaben des Alphabets als Anfangsbuchstaben verwendet.

Carsten muss sich ja keine Gebrauchsanweisung für eine ABC-Geschichte ausdenken, wie wir es gerade getan haben.

Da dürfen ruhig Löwen und Tiger vorkommen, die aus dem Zoo ausbrechen.

Ein Elefant treibt sie in ihre Gehege zurück.

Ferdinand, der Tierpfleger, gibt seinem Elefanten als Belohnung eine Extra-Portion Heu.

Giraffe Gerda schaut neugierig, was im Streichelgehege passiert.

Hat da wirklich jemand einen Kinderwagen im Streichelzoo vergessen?

Ist das ein Baby, das da aus dem Wagen auf die Ziegen und Ponys schaut?

Ja, wirklich: Es ist Ida und sie weint.

Keine Sorge, da naht die Rettung: Ferdinand hat Ida entdeckt.

Los geht’s …

Tipp: Die Buchstaben Q, X und Y am besten auslassen …

3. Anderes Adjektiv, bitte! Der große Wie-Wörter-Tausch

Ein einfacher Satz ist der Ausgangspunkt dieses Spiels, zum Beispiel: „Ich habe einen alten Hund.“ Jetzt sind Ihre Schüler an der Reihe: Sie tauschen das Wie-Wort im Satz aus und zwar in der Reihenfolge des Alphabets. Die Buchstaben C, Q, X und Y am besten auslassen:

A: „Ich habe einen alten Hund.“

B: „Ich habe einen bunten Hund.“ (oder: beigen, braunen, behaarten, bösen …)

D: „Ich habe einen dummen Hund“ (oder: drahtigen, dosenförmigen, dunklen, dämlichen …)

E: Ich habe einen ernsten Hund (oder: einfarbigen, einfachen, erdbeerfarbenen, ehrlichen …)

F: Ich habe einen frechen Hund (oder: feigen, formlosen, fiesen, feisten …)

G: Ich habe einen großen Hund (oder: guten, goldfarbenen, gehorsamen …)

und so weiter …

Auf geht’s zur lustigen Wie-Wörter-Suche!

 

B. Fragespiele

1. Was bin ich?

Spielen Sie mit Ihrer Klasse Berufe-Raten. Wenn Ihre Klasse phantasievoll ist, benötigen Sie kein Material – außer der Tafel. Wenn Sie nicht sicher sind, wie gut Ihre Klasse mitmacht, können Sie auch Kärtchen mit verschiedenen Berufen vorbereiten. Dann zieht jedes Kind ein Berufe-Kärtchen, wenn es dran ist, und sich den Fragen der Klasse stellen muss.

So geht’s:

Ein Kind darf nach vorne kommen und denkt sich seinen Beruf aus. Diesen schreibt es verdeckt an die Tafel. Nun dürfen die Kinder der Klasse reihum Fragen stellen, auf die man mit „Ja“ oder „Nein“ antworten kann. „Arbeitest du im Büro?“, „Arbeitest du vor allem draußen?“, „Baust du etwas?“, „Benötigst du Werkzeug?“ und so weiter. Ein Kind darf so lange weiterfragen, bis die Antwort „nein“ lautet. Dann ist das nächste Kind mit Fragen an der Reihe. Für jedes Nein gibt es einen Strich an der Tafel. Das Spiel endet, wenn der Beruf erraten wurde oder wenn 10-mal mit Nein geantwortet wurde. Dann verrät das Kind an der Tafel seinen Beruf. Jetzt darf das nächste Kind nach vorne und sich einen Beruf ausdenken.

2. Ich wünsche mir ein Tier …

Ein Kind überlegt sich, welches Tier es sich wünscht, und schreibt die Tierart verdeckt an die Tafel. Jetzt stellt die Klasse Fragen, darf aber nicht nach den Tierlauten fragen („Wie macht dein Tier?“, „Welche Laute macht dein Tier?“ – diese Fragen sind tabu, das wäre zu einfach). Es muss schon geschickt gefragt werden!

Und für das Kind, das antwortet, gilt: Die Wörter „ja“ und „nein“, „schwarz“ und „weiß“ sind verboten. Wenn eines der verbotenen Wörter fällt, muss das Kind sein Tier verraten, und der nächste Schüler ist an der Reihe.

Dieses Spiel lässt sich leicht variieren: „Ich wünsche mir ein Spielzeug …“, „Ich möchte im Urlaub einmal …“ und so weiter.

3. Vertauschte Antwort

Hier sind Lacher garantiert und Ihre Klasse muss sich richtig konzentrieren: Stellen Sie eine Liste mit 10 bis 20 Fragen zusammen. Stellen Sie die Fragen nacheinander einem anderen Kind Ihrer Klasse. Aber Achtung: Auf die erste Frage wird am Anfang nicht geantwortet. Sie stellen gleich nach der ersten Frage auch die zweite. Das Kind muss nun die Antwort auf die erste Frage geben. Sie stellen dann die dritte Frage, und das nächste Kind gibt darauf die Antwort auf die zweite Frage. So wird bewusst immer die falsche Antwort gegeben – und daraus entsteht dann großes Gelächter …

Beispiel für eine Fragenliste:

  1. Was ist dein Lieblingsessen?
  2. Was ist dein Lieblingsfach in der Schule?
  3. Welches ist deine Lieblingsfarbe?
  4. Wie bis du heute zur Schule gekommen?
  5. Womit schreiben wir an die Tafel?
  6. Womit putzt du deine Schuhe?
  7. Wer ist dein Lieblingssänger/deine Lieblingssängerin?
  8. Wie heißt ein guter Freund/eine gute Freundin von dir?
  9. Wer gewann die Fußball-EM?
  10. Wohin möchtest du in den Sommerferien fahren?

4. Spaghetti

Jetzt ist wieder die Phantasie Ihrer Klasse gefragt. Ein Kind kommt nach vorne und beantwortet die Fragen der Klasse mit einem einzigen Wort, und sehr ernsthaft: „Spaghetti!“ Die Kinder der Klasse denken sich nacheinander möglichst verrückte Fragen aus. Sie haben gewonnen, wenn das Kind, das mit „Spaghetti“ antwortet, lachen muss …

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