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Lesetraining zu Hause fördern

Lesen und verstehen üben – mit festen Leseanlässen und Schlüsselwörtern

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Lesetraining im Alltag

Maria liest immer noch stockend. Tim versteht einfach nicht, was er liest. Manchen Kindern fällt das Lesen schwer, vor allem, weil die Übung zu Hause fehlt. Geben Sie den Eltern dieser Kinder Tipps, wie sie Lesen in den Alltag integrieren können. Und üben Sie mit Ihren Schülern das Verstehen von Texten, indem sich die Kinder auf die Suche nach Schlüsselwörtern begeben …

1. Mit den Eltern einen Plan für Leseanlässe aufstellen

Nutzen Sie den nächsten Elternabend, den nächsten Sprechtag oder das nächste Einzelgespräch, um das Thema „Leseanlässe“ zu besprechen. Eltern sollten ihren Kindern helfen, einen Zugang zum Lesen zu finden. Das geht am besten, indem man Lesen als festen Bestandteil in den Alltag integriert, zum Beispiel:

  • Die Eltern lesen Zeitung (oder Smartphone) beim Frühstück. Das Kind kann etwas aus der Zeitung vorlesen oder aus seiner Kinderzeitschrift. Es ist gut, über das Gelesene zu sprechen. Besonders am Wochenende bietet sich die Frühstückszeit als Lesezeit an.
  • Nach den Hausaufgaben jeden Tag 5 bis 15 Minuten lesen, gemeinsam oder still für sich. Wenn das die Regel wird, stellen sich Erfolgserlebnisse meist schnell ein. Wichtig ist, dass die Eltern den Kindern dabei helfen, spannenden Lesestoff zu finden! Manche Kinder sind von einem langen Text zunächst überfordert, dann bieten sich Kinderzeitschriften an. Sie enthalten verschiedene Textlängen und bieten abwechslungsreiche Leseanlässe.
  • Kleines Druckmittel: Sollte das Kind sich weigern und stets Richtung Fernseher oder Computer ausweichen, sollten die Eltern es zur Regel machen: „Erst liest du 10 Minuten, danach darfst du fernsehen. Ansonsten ist Fernsehen heute nicht erlaubt …“
  • Die beste Zeit, um sich gegenseitig vorzulesen, ist abends vor dem Schlafengehen. Wenn sich Erwachsener und Kind abwechseln, macht es richtig Spaß, ist gemütlich und wirkt Wunder.
  • Sollten diese Übungen unter der Woche schwer zu realisieren sein, da Eltern und Kinder zu „beschäftigt“ sind, sollten gemütliche Lesezeiten fest ins Wochenende integriert werden. Die Eltern haben natürlich Vorbildfunktion!
  • Viele tolle Anregungen zum Lesen, schöne Texte und Übungen bietet das kostenlose Download-Kit des Sailer Verlags „Lesen“. Eltern (und natürlich auch Lehrer) können es im Downloadbereich von schule-und-familie.de gratis herunterladen. Dafür ist lediglich die Registrierung mit der E-Mail-Adresse nötig.

2. Schlüsselwörter helfen

Wenn ein Kind so sehr mit dem Entziffern beschäftigt ist, dass es den gelesenen Text nicht versteht, gibt es einen Trick: Das Kind soll mit einem Stift die wichtigsten Wörter des Satzes oder des Textes unterstreichen. Diese Schlüsselwort-Methode hilft Schülern, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Natürlich braucht es Übung, um die wichtigsten Wörter zu finden. Eine gute Spur sind die Nomen – sie sind oft die Wegweiser durch den Text.

3. Wortbedeutungen klären, Wortkartei anlegen

Tipp für Eltern und Lehrer: Mit den Kindern klären, ob sie alle Wörter eines Textes auch verstehen. Gerade für Kinder, deren Muttersprache nicht deutsch ist, kann eine Wortkartei nützlich sein. Vorne auf der Wortkarte steht das schwierige Wort, hinten die Bedeutung. Dann können die Kinder bestimmte Wörter in dieser Kartei nachsehen und sie auch richtig lernen – wie die Vokabeln einer Fremdsprache.

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