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So motivieren Sie Ihre Schüler

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Grundschüler motivieren

Max sitzt schon wieder so lustlos in der letzten Reihe, Paul und Jonas schwätzen, und Isabella untersucht gewissenhaft ihre langen Haarsträhnen. Der Blick in die Klasse lässt Ihre Motivation sinken? Sie fragen sich, wofür Sie das alles überhaupt machen? Motivieren Sie Ihre Klasse und damit sich selbst. Wir haben 5 Tipps für Sie zusammengestellt.

1. Etappenziele setzen – Motivation steigern

Wer sich Ziele setzt, ist auch motiviert, diese Ziele zu erreichen. Voraussetzung: Die Ziele müssen machbar sein. Schüler brauchen das Zutrauen in sich selbst und in die Lehrkraft, dass Lernziele gemeinsam erreicht werden können.

  • Sprechen Sie mit Ihren Schülern darüber, was sie in der nächsten Lerneinheit erfahren werden. Und zeigen Sie ein paar Schritte dahin auf: „Erst lernt ihr … Dann machen wir … Wenn wir gemeinsam herausgefunden haben, wie das geht, werden wir sogar …“
  • Setzen Sie ein besonderes Motivationsziel für das Ende der Lerneinheit. Hier einige Beispiele:
    • „Zum Schluss könnt ihr eure Eltern sogar zu einem Rechenwettbewerb/Schreibwettbewerb/Wissenstest herausfordern …“
    • „Zum Schluss … könnt ihr das kleine Einmaleins besser als eure Oma / … könnt ihr beim Bäcker selber ausrechnen, was es kostet.“
    • Natürlich gibt es viele andere Möglichkeiten wie einen Besuch im Museum, einen Ausflug, ein Quiz, eine Bilder-Schnitzeljagd, eine große Präsentation in der Klasse.
    • Oder Sie entwerfen für das Lernprojekt ein Plakat mit Etappenzielen und jedes erreichte Ziel bekommt zum Beispiel einen schönen Smiley-Aufkleber.

2. Neugier wecken und Spannung erzeugen

Zunächst einmal sollten Sie die Aufmerksamkeit und die (natürliche) Neugier der Kinder wecken:

  • Nutzen Sie zum Einstieg unterschiedliche, spannende Medien.
  • Überlegen Sie sich verblüffende Fakten zum Themengebiet.
  • Stellen Sie Rätsel.
  • Stellen Sie Gegensätze einander gegenüber.
  • Finden Sie etwas zum Lachen.
  • Finden Sie einen Bezug zum Alltag der Kinder oder zu aktuellen Ereignissen.
  • Mit einem Wort: Machen Sie die Schüler neugierig!

3. Warum lernen wir das überhaupt?

Lernen ist kein Selbstzweck. Zeigen Sie den Schülern, wieso der Lernstoff wichtig ist. Wieso ist es nützlich, was wir lernen? Wozu brauchen Menschen das? Wieso war dieses Wissen für Menschen früher wichtig und wieso ist es das heute immer noch? Und in welchem Lebensbereich ist es wichtig für die Schüler oder wird es später einmal wichtig sein …

4. Gute Noten als Ziel

Manche Schüler erleben den Schultag trotz allem als zähen Kaugummi, der nur vom Pausengong unterbrochen wird. Das Lernen in der Schule wird von ihnen als fremdbestimmter Zwang verstanden, den man jeden Tag über sich ergehen lassen muss.
Bei ihnen greift (hoffentlich) die Leistungsmotivation: Wenn ich mich anstrenge, bekomme ich eine bessere Note.
Wenn Kinder genau wissen, wie sie eine gute Note erreichen können, sind sie motiviert, es auch zu versuchen. Bei Klassenarbeiten und Lernzielkontrollen sollten Schüler die Anforderungen und die Bewertungskriterien möglichst detailliert kennen und nachvollziehen können. Je klarer Erwartungen vorher ausgedrückt werden, umso eher werden sie erfüllt.
Nicht mit der üblichen 4, sondern mit einer 3 nach Hause zu kommen, kann eine sehr schöne Erfahrung sein!

5. Lob motiviert am meisten

Loben Sie die Schüler ruhig immer wieder für ihre Mitarbeit. Besonders wichtig: Ermutigen Sie schwächere Schüler. Loben Sie hier auch für kleine Fortschritte. Vergleichen Sie das Kind nicht mit dem Leistungsstand der Klasse, sondern mit seinem bisherigen persönlichen Leistungsstand. Dass ein Fortschritt oder eine Anstrengung auch gesehen wird, ist für einen schwächeren Schüler die allergrößte Motivation! Anhaltende Rückmeldungen festigen die neue Einstellung zum Lernen.

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