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Zwei Kinder liegen nebeneinander auf Kissen und lesen Zeitschriften. Beide tragen gestreifte Oberteile und lächeln beim Lesen der Zeitschriften. Um sie herum befinden sich Kissen in verschiedenen Farben.

Wie motiviere ich mein Kind zum Lesen?

„Ihr Kind sollte mehr lesen“ – leichter gesagt als getan. Dieser Beitrag zeigt Eltern, wie Eltern Grundschulkinder zum Lesen motivieren können.

Lesefreude wächst nicht durch Druck, sondern durch Neugier. Oft beginnt sie ganz klein und leise. Zum Beispiel, weil dein Kind den Witz, die Anleitung für das Experiment oder den kurzen Comic unbedingt verstehen will.

– Kathrin Schmitz

Wie motiviere ich mein Kind zum Lesen?

Indem Lesen wieder leicht, neugierig und alltagstauglich wird.

Rund um die Halbjahreszeugnisse hören Eltern es immer wieder von Lehrkräften: „Ihr Kind sollte mehr lesen.“ Wenn das für dich wie eine unlösbare Mission klingt, weil dein Kind durch nichts und niemanden zum Lesen zu bewegen ist, dann ist dieser Beitrag für dich. Er zeigt Eltern von Grundschulkindern anschaulich und alltagstauglich, wie Lesefreude (wieder) entstehen kann.

Die Zeit rund um die Zeugnisse bringt für Eltern und Kinder immer wieder Unsicherheit mit sich. Dabei muss das gar nicht sein, denn: Ein Zeugnis macht sichtbar, wo dein Kind aktuell steht. Nicht mehr, nicht weniger. 

Sätze von Lehrkräften wie „Ihr Kind sollte mehr lesen“ können verunsichern und dir das Gefühl geben, dein Kind wird von der Klasse abgehängt. Mach dir in solchen Momenten bewusst, dass ein Zeugnis vor allem eines ist: eine Momentaufnahme. Kinder entwickeln sich im eigenen Tempo, besonders beim Lesen. Entscheidend ist daher nicht, wie gut die Lesekompetenz deines Kindes heute ist, sondern welche Erfahrungen es von nun an mit dem Lesen macht. 

Wenn es die Inhalte spannend findet und die Themen seine Neugier wecken, dann stehen die Chancen schon sehr gut, dass es gerne und damit auch immer besser liest. Oft beginnt Lesefreude klein und leise. Zum Beispiel, weil dein Kind den Witz, die Anleitung zum Experiment oder den kurzen Comic unbedingt verstehen will. 

Hier findest du Lesestoff von Sailer, der zum Alter und den Interessen deines Kindes passt.

Kurze und altersgerechte Texte sind der entscheidende Einstieg ins Lesen

Sie vermitteln ein wichtiges Gefühl: Das schaffe ich. Ein gelesener Artikel, ein Rätsel, eine kurze Geschichte. Jedes abgeschlossene Leseerlebnis bedeutet für dein Kind einen Erfolg und stärkt das Selbstvertrauen. Kein Wunder, wenn es bei so viel Spaß ganz nebenbei immer mehr und besser liest. 

Ein Kind liegt auf dem Boden und liest eine illustrierte Zeitschrift. Das Kind trägt ein gestreiftes Oberteil und hat neben sich ein Kuscheltier. Auf der Zeitschrift sind Bilder von Tieren und Text zu sehen. Im Hintergrund ist ein Kissen mit Eulenmotiv erkennbar.

Bild: Sailer Verlag, Zeitschrift Wapiti
In unseren Zeitschriften Olli und Molli, Wapiti und Quivi findest du jede Menge spannender, kurzer Texte. Genau richtig für Leseanfänger im Alter zwischen 6 und 10 Jahren.

Lesemotivation entsteht im Alltagnicht am Schreibtisch

Dein Kind lernt Lesen nicht, um beim nächsten Vorlesewettbewerb zu glänzen, oder um die Lehrkraft zufrieden zu stellen. Es lernt Lesen, um im Leben zurecht zu kommen. Die Anstrengung, aus Buchstaben Worte und aus Worten Sätze zusammenzustückeln, die dann auch noch irgendwann einen Sinn ergeben, lohnt sich! Wenn du ihm zeigst, dass du verstehst, wie mühsam Lesen anfangs ist, verändert sich bei Kindern oft schon etwas. Erlebt dein Kind dann auch noch, dass Lesen im Alltag gebraucht wird, steigert auch das seine Motivation. 

Lest gemeinsam Rezepte und zaubert einen leckeren Kuchen, entziffert den Einkaufszettel, studiert Straßennamen und Plakate in eurem Umfeld und findet heraus, was für fantasievolle Namen die Eisbecher im Café um die Ecke haben. Oder macht es wie Steffi, die in unserer jüngsten Umfrage geteilt hat, dass sie Lesemotivation schafft, indem sie zuhause Bücher auf dem Tisch liegen lässt, sie regelmäßig tauscht und mit ihren Kindern in die Bücherei geht.

Diese kleinen Leseanlässe zeigen deinem Kind: Lesen hilft mir, mich zurechtzufinden und Spaß zu haben. Ohne Arbeitsblatt, ohne Korrekturstift, ohne Wertung. 

Welche Leserituale helfen Kindern wirklich?

Rituale schenken deinem Kind Sicherheit, auch beim Lesen. Das kann die Geschichte vor dem Einschlafen sein, das gemeinsame Lesen am Sonntagnachmittag oder ein paar Minuten blättern in der Lieblingszeitschrift beim Frühstück. Entscheidend ist nicht die Dauer, sondern die Regelmäßigkeit. 

Ein Leseritual signalisiert deinem Kind: Lesen hat einen festen Platz bei uns. Es bedeutet Zeit, die wir uns füreinander nehmen. Dein Kind darf vorlesen, leise lesen, zuhören, Fragen stellen oder einfach nur staunen. Aus dieser Verlässlichkeit heraus wächst echte Lesefreude, Seite für Seite ein kleines bisschen mehr. 

Tipps unserer Community: So fördern Eltern die Lesefreude ihrer Kinder 

Aus der Umfrage im letzten Sailer Inspirations-Newsletter (03.02.2026) haben uns viele tolle Anregungen erreicht. Einige davon haben wir hier für euch zusammengefasst: 

  • Abwechselndes Vorlesen: Andrea berichtet, dass sie abends mit ihrem Kind beim Vorlesen wechselt. Egal ob Bücher, Zeitschriften oder Comics – die Abwechslung hält die Kinder interessiert. 
  • Kind entscheidet selbst: Martina lässt ihr Kind die Bücher selbst auswählen. Wenn eines doch nicht gefallen sollte, darf ein anderes gelesen werden. So bleibt die Motivation hoch. 
  • Offen liegende Bücher & Zeitschriften: Karin legt regelmäßig neue Lektüre auf den Esstisch oder Wohnzimmertisch. Ohne Ablenkung durch Smartphones greifen Kinder fast automatisch zum Lesen. 
  • Regelmäßige Bibliotheksbesuche: Sonja empfiehlt monatliche Besuche in der Bücherei und Buchhandlungen. Katharina aus unserem Team erinnert sich: Auch für sie war der monatliche Bibliotheksbesuch ein Highlight. 
  • Schriftgröße beachten: Silke weist darauf hin, dass kleine Schrift und enger Zeilenabstand Kinder schnell überfordern. Deshalb lieber altersgerechte Bücher der passenden Lesestufe auswählen (z.B. besser Lesestufe 3, anstatt Bücher ab 10 Jahren). 

Warum eine gemütliche Atmosphäre Kindern beim Lesen hilft 

Ob zusammengerollt auf dem Sofa, eingekuschelt in die warme Bettdecke oder gemeinsam am Tisch: Wenn Lesen mit Gemütlichkeit verknüpft ist, wird dein Kind automatisch lieber und mehr lesen. Denn was es im Inneren motiviert, ist die Erinnerung daran, wie sich Lesen anfühlt. Ob es ermutigt wurde, ob jemand ihm zugehört hat, ob es sich über die Inhalte austauschen konnte und ob Lesen mit Nähe verbunden war. Mein Sohn hat mir beispielsweise auch schon am Telefon vorgelesen oder mir eine Audionachricht geschickt, wenn ich unterwegs war. Für ihn war wichtig, dass unser Ritual, unser Miteinander nicht unterbrochen wird. Das Lesen am Telefon hat sich für ihn angefühlt, als wäre ich wie gewohnt da, um mit ihm zu staunen, wutzuschnauben oder zu lachen. 

Werde hier gern kreativ und vor allem: Mach es auch dir als Mama, als Papa leicht. Wenn es in euer Familienleben passt, ist es gut. Egal, ob ihr zweimal, fünfmal oder siebenmal pro Woche lest.


 

Das sollten Eltern über Leseförderung wissen

  • Lesen ist Entwicklung:
    Jedes Kind lernt in seinem eigenen Tempo.
  • Erst der Spaß, dann die Lesekompetenz:
    Motivation kommt durch Neugier und durch kurze und altersgerechte Texte.
  • Kleine Schritte zählen:
    Jeder gelesene Text ist ein Erfolg, ganz egal, ob es der Einkaufszettel, der Witz oder das Keks-Rezept ist. 

Sailer Mini-FAQ: So liest dein Kind gern und regelmäßig

1. Muss mein Kind nach dem Zeugnis oder dem Gespräch mit der Lehrkraft sofort „mehr lesen“?
Nein. Wichtig ist, dass dein Kind von nun an positive Erfahrungen mit dem Lesen macht und sich dabei sicher fühlt. Motivation wächst durch Neugier und Erfolgserlebnisse.

2. Was, wenn mein Kind einfach nicht gerne liest?
Viele Kinder steigen leichter über Zeitschriften ins Lesen ein als über Bücher. Warum? Weil sie überschaubar sind, weil Texte kürzer sind und Bilder Orientierung geben. Weil Themen wechseln dürfen. Ein Witz, ein Comic oder eine spannende Reportage können der erste kleine Erfolg sein. Und genau diese Erfolgsmomente machen Lust auf mehr. Kinder erleben: Ich kann das. Ich verstehe das. Lesen fühlt sich gut an. Zeitschriften sind leicht zugänglich: kein dickes Buch, das abschreckt, keine lange Geschichte, die durchgehalten werden muss sondern kurze, machbare Einheiten. So entsteht Lesen nicht aus Druck, sondern aus Neugier.

3. Wie kann ich Lesemotivation im Alltag fördern?
Lesen ist überall! Ihr könnt
– Rezepte lesen und gemeinsam kochen
– Einkaufszettel schreiben und entziffern
– Rabatte im Supermarkt herausfinden
– Straßennamen, Busfahrpläne oder Werbeplakate studieren 

4. Was ist ein Leseritual und warum hilft es?
Ein Leseritual ist ein regelmäßiger, fester Lese-Moment in eurem Familienalltag. Es muss nicht lange dauern, sollte jedoch verlässlich stattfinden.

5. Gibt es kurze Texte für Kinder zum Lesenlernen?
Auf jeden Fall! Einen entspannten Einstieg ins Lesen bietet zum Beispiel Olli und Molli. Kinder, die schon etwas geübter im Lesen sind, finden in Quivi und Wapiti Texte, die zu ihrem Lesefortschritt passen.

6. Was, wenn mein Kind beim Lesen mit Falschbehauptungen in Kontakt kommt?
Das wird früher oder später passieren, denn: Je mehr Kinder lesen, desto häufiger stoßen sie auf Meinungen, Halbwahrheiten oder falsche Aussagen. Das ist ein Teil unserer Medienwelt. Umso wichtiger ist es, dass dein Kind lernt, Fakten von Fake zu unterscheiden. Genau dabei hilft unser Kinderpodcast Klugschnabeln. Er steigert die Medienkompetenz, erklärt, wie dein Kind Informationen überprüft, und zeigt spielerisch, woran es seriöse Inhalte erkennt. So wächst nicht nur die Lesekompetenz, sondern auch der sichere Umgang mit Informationen. Hier geht’s direkt zu Klugschnabeln!

Eine lächelnde Frau mit schulterlangem braunem Haar, die ein blaues Oberteil trägt. Der Hintergrund ist verschwommen, aber farbenfroh in verschiedenen Blautönen. Kontext: Sailer Verlag, ein Verlag für Kinder- und Jugendzeitschriften. Chefredakteurin Gisela Lipsky

Der Sailer-Expertentipp: So entsteht echte Lesefreude

Gisela Lipsky, Chefredakteurin der Zeitschrift Wapiti und Psychologin, empfiehlt ein Merkspiel mit Lieblingswörtern:

„Spielerisch lesen und mitbestimmen, wo die Reise hin geht – das ist ein guter Anreiz. Mein Vorschlag: Bastelt euch ein Merkspiel nach Art des klassischen Memorys, mit Lieblingswörtern statt mit Bildern. Das Basteln ist Teil der Übung. Ihr braucht dafür Bastelkarton, Schere und dicke, farbige Stifte. Schneidet mindestens 20 Kärtchen aus. Nun darf dein Kind seine Lieblingsworte aussuchen: Hund, Katze, Maus, Liebe, Mut – alles ist möglich. Reihum deckt nun jeder zwei Kärtchen auf. Wer ein Wortpaar gefunden hat, darf es behalten. Wenn Kinder neugierig sind und Spaß an einem Thema haben, lesen sie ganz von alleine. 😉

Porträt einer lächelnden Person mit blonden Haaren, die ein gestreiftes Hemd trägt.
Autorin

Kathrin Schmitz 

Kathrin Schmitz schreibt seit 2018 für Sailer über Familie, Lernen und Kinder. Als systemisch ausgebildeter Coach und Mama von zwei Kindern verbindet sie fachliche Tiefe mit echter Nähe zum Familienalltag.

Porträt einer lächelnden Person mit blonden Haaren, die ein gestreiftes Hemd trägt.

Autorin

Kathrin Schmitz

Kathrin Schmitz schreibt seit 2018 für Sailer über Familie, Lernen und Kinder. Als systemisch ausgebildeter Coach und Mama von zwei Kindern verbindet sie fachliche Tiefe mit echter Nähe zum Familienalltag.